Elternzeit weniger geld

Wie du in der Elternzeit mit weniger Geld zurecht kommst

Das Geld, das Müttern und Vätern zusteht in der Elternzeit, ist nicht üppig. Im Vergleich zu anderen Ländern ist Deutschland zwar noch großzügig. Doch meist geht die Elternzeit mit einem deutlichen Einkommensverzicht einher. Oft ist es so, dass nur derjenige, der weniger verdient, länger in Elternzeit geht, damit der Verlust nicht allzu schmerzhaft ist für die Familie. Zumeist ist das dann die Mutter. Das hat langfristig Auswirkung auf Gehalt und Rente, je nachdem wie lange die Auszeit ist.

Damit die Einkommenslücke nicht zu groß wird: Dank eines bewussten Konsums lässt sich viel sparen. Auch gibt es ein paar Tipps, um das Elterngeld zu optimieren. Generell bietet sich an, die Belastung auf zwei Paar Schultern zu verteilen. Vielleicht findest du zusätzlich noch Hilfe bei Großeltern, Freunden oder Nachbarn? Um Kinder zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf. Fast alle Eltern kennen den Spruch und können nur zustimmen.

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Die besten Finanztipps für Eltern

Beim ersten Kind war ich als Mutter 12 Monate in Elternzeit, mein Mann 2 Monate. Beim zweiten waren wir schon etwas unkonventioneller. Da war ich 9 Monate zu Hause, danach 3 Monate in Teilzeit und ab dann in Vollzeit beschäftigt. Mein Mann nahm insgesamt 2 Jahre ab Geburt Elternzeit. Die drei Jahre Elternzeit gelten nämlich pro Kind und pro Elternteil!

Natürlich bedeutete das für unsere Familie einen erheblichen Einkommensverlust über die letzten Jahre. Folgendes hat uns dabei geholfen, die Zeit zu überbrücken:

Behalte deinen Finanzen im Blick mit dem Haushaltsbuch

Prinzipiell empfiehlt es sich immer, ein Haushaltsbuch zu führen. Aufgrund des Haushaltsbuches konnten wir früh mit dem Sparen anfangen und verfügten bald über ein finanzielles Polster, das wir an der Börse in ETFs investiert haben. Damit ließ es sich ein besser entscheiden, wie lange wir in Elternzeit bleiben wollen. Doch auch, wenn du noch nicht damit begonnen hast und keinen Notgroschen angespart hast: Fange am besten jetzt damit an. Dafür ist es nie zu spät.

Sparen kannst du mit Kindern in vielen Bereichen

Beim Baden, beim Einkaufen und auch beim eigenen Auto gilt: Weniger ist mehr. Wasser reicht für die Körperpflege der Kleinen, vielleicht gelegentlich einen Tropfen eines hochwertigen Öls. Frisch, regional und selbst gekocht ist das Essen nicht nur gesund, sondern auch günstig. Wer schon mal den Preis verglichen hat von Erdbeeren im Januar zu den Erdbeeren im Juni weiß Bescheid. Und dann erst der viel bessere Geschmack von regionalen Produkten! Wir haben erst einen gebrauchten Wagen gekauft, als die Kinder da waren. Bis dahin ließ sich gut alles mit den Öffentlichen erledigen. Mit kleinen Kindern und am Land spricht jedoch viel für ein eigenes Auto, zumindest für uns.

Die Babyausstattung im ersten Jahr günstig zusammenstellen

Jeder plant das erste Jahr mit Kind anders. Unsere komplette Babyausstattung im ersten Jahr kostete unter 1.000 Euro. Das war möglich mit einem gebrauchten Kinderwagen und viel geliehener Kleidung von Freunden. Vor allem den ganz Kleinen passt der Strampler nur zwei Wochen. Manchmal wird er nur einmal aufgetragen. Zumeist sind Freunde und Familie ganz glücklich, Kleidung aus dem Keller an die jungen Eltern weitergeben zu dürfen. Spielzeug war im ersten Jahr bei unseren Kindern ohnehin nicht notwendig. Denn für sie war ein Topf und ein Kochlöffel schon aufregend genug. Jeder hat andere Vorstellungen, wie der Familienalltag am besten klappt. Für uns war das mit einem Familienbett. Bestimmt ist das nicht für alle etwas, aber ein extra Kinderbettchen war dann nicht mehr notwendig. Einen Wickeltisch braucht vor allem jemand, der nicht genug Stauraum zu Hause hat. Wenn du immer ausmistest, dann reicht auch eine Wickelauflage, die du auch selbst bauen kannst.

Nutze die Zeit vor der Geburt, um deine Wohnung zu entrümpeln.

Am besten alles bei Ebay Kleinanzeigen verkaufen oder verschenken. In den letzten 2 Jahren habe ich damit über 750 Euro erhalten. Das kann sich richtig lohnen. Das Geld muss nicht versteuert werden, wenn deine Verkäufe nicht gewerblich und nicht unverhältnismäßig hoch sind. Am besten du beachtest diese Tipps, damit du einen hohen Preis erzielst.

Fazit:

Für die meisten Familien bedeutet die Zeit mit den Kindern zu Hause ein Einkommensverlust. Du musst mit weniger Geld in der Elternzeit zurechtkommen. Für manche ist es sinnvoll, in Teilzeit weiterzuarbeiten mit dem ElterngeldPlus.

Sobald jedoch beim Basiselterngeld etwas dazuverdient wird, muss der Betrag voll angerechnet werden und das Elterngeld verringert sich somit. Die einzige Möglichkeit, das Elterngeld zu optimieren, liegt in einem Wechsel der Steuerklasse während der Schwangerschaft oder, bei Selbstständigen, in mehr Gewinn. Es ist natürlich großartig, wenn du zusätzlich schon ein finanzielles Polster aufgebaut hast. Dann ist es einfacher, die beste Entscheidung für euch zu treffen. Unterm Strich hilft während der Elternzeit sonst nur der Konsumverzicht. Doch das Leben mit Kindern muss nicht teuer sein. Wunderbare Erlebnisse werden jedenfalls auch ohne viel Geld möglich sein.


Was sind deine Tipps für die Elternzeit? Hast du eine Möglichkeit gefunden, besonders viel Geld zu sparen? Wie hast du die Zeit mit deinem Partner aufgeteilt?

2 Kommentare

  1. Hallo,
    Das ist ein wirklich schöner Blogeintrag, den ich gerne mit meinen Erfahrungen ergänzen möchte.

    Wir sind gerade in Elternzeit. Ich 10 Monate und mein Mann 8 Monate. Vorher habe ich anhand unseres recht groben Haushaltsbuches geschaut, wie hoch unsere monatlichen Ausgaben sind. Diese lagen bei ca. 60% unseres Einkommens (Urlaub, Kleidung, Spiel und Spaß eingerechnet). Das Resultat ist, dass das Elterngeld also unsere Kosten für 14 Monate deckt. Demnach mussten wir nur vier Monate ansparen plus einen kleine Puffer für ggf. Reisen.
    Nun ist natürlich auch Corona, aber wir haben keinen Cent unseres angespart Geldes benötigt. Auch nicht für die vier unbezahlten Monate. Urlaub hatten wir plötzlich keine große Lust mehr aufs Ausland und so blieben wir in Deutschland und generell sind unsere Ausgaben als Familie derzeit recht gering.
    Wenn man also seine eigenen Finanzen kennt, dann braucht man vor (unbezahlter) Elternzeit keine Angst haben. Beim nächsten Kind wollen wir wieder gemeinsam für dann jeweils 10 Monate in Elternzeit gehen. Wir merken – es geht 🙂

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