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Reich werden mit Aktien-ETF: Ist das möglich?

Mit einem Aktien-ETF (Exchange Traded Fund) auf einen breiten Index wie den MSCI World All Country Investable Markets deckst du fast 99 % des gesamten Börsenmarkts ab. Bei so einer hohen Diversifikation fällt es nicht ins Gewicht, wenn einzelne Unternehmen insolvent werden.

Aber kannst du mit einem ETF reich werden?

Wohl nur, wenn du bereit bist, einen hohen Anteil deines Vermögens in ETFs zu investieren. Damit erhöhst du das Risiko deines Gesamtportfolios und somit die Rendite.

In kurzer Zeit richtig reich werden ist mit einer breiten Streuung trotzdem nicht realistisch. Ein finanziell sorgenfreies Leben mit weniger Arbeit und mehr Selbstbestimmung ist aber möglich. Wie? Das erfährst du hier.

Entdecke, wie du deine Finanzen endlich selbst in die Hand nimmst und nachhaltig ein Vermögen aufbaust.

Ohne Mathe zu studieren, ein riesiges Startkapital zu haben oder täglich die Börse zu verfolgen.

Das Risiko bei Einzelaktien und Einzelinvestitionen

Gespräche unter Freunden, Kolleginnen und Bekannten drehen sich immer häufiger um Geldanlagen. Bestimmt auch wegen des rasanten Anstiegs der Börse in den letzten Jahren.

Jedenfalls berichten einige von extremen Kursgewinnen bei Einzelaktien oder von einem Haufen Geld, das mit Bitcoins verdient wurde.

In kurzer Zeit reich werden klappt wohl nur mit Einzelinvestments. Und nur, wenn du weißt, was du tust. Rendite kommt von Risiko. Das besagt schon das magische Dreieck der Geldanlage. Unternehmen könnten pleite gehen oder Elon Musk jagt den Bitcoin Kurs talwärts mit einem Tweet. Schon ist es vorbei mit dem Vermögen.

Käufer oder Verkäufer von Einzelaktien sind überzeugt, mehr zu wissen als der jeweils andere. Diese Einstellung sollte dir schon liegen.

Kann ich schnell reich werden mit ETFs?

Mit einer breiten Diversifikation über alle Länder und Unternehmensgrößen und einer langen Laufzeit von mindestens 15 Jahren senkst du dein Risiko. Expertinnen gehen davon aus, dass bei breit diversifizierten ETFs eine durchschnittliche reale Rendite von 5 % pro Jahr denkbar ist. Das bedeutet nach der 72-er Regel erstmal nur, dass sich das Kapital ungefähr alle 14 Jahre verdoppelt.

Die 72er-Regel besagt, dass du 72 durch die erwartete, reale Rendite deines Investments dividieren musst um herauszufinden, wie lange es dauert, bis sich dein Kapital verdoppelt.

72 / 5 = 14,4 Jahre

Eine durchschnittliche Rendite von 5 % pro Jahr ist zwar erstaunlich. Vor allem, wenn du den Zinseszinseffekt beachtest. Aber sie liegt unter den Erwartungen vieler Investoren, die an der Börse schnell reich werden wollen.

Das Risiko bei einem hohen ETF Anteil

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Ganz generell solltest du nur Geld anlegen, auf das du heute verzichten kannst. Das ist auch bei den ETFs so. Jede Investorin muss damit rechnen, dass der Kurs nach Kauf um 50 % einbricht. So etwas kannst du nur über einen langen Zeithorizont von mindestens 10-15 Jahren aussitzen

Doch alles weg? Das ist sehr unwahrscheinlich. Auch in 20 Jahren werden Menschen auf leben, die Produkte konsumieren und Unternehmen, die sie verkaufen. Die Kurse werden sich über kurz oder lang erholen. Nebenbei ist es trotz der vielen Katastrophen in den letzten Jahrhunderten noch nicht passiert, dass alle Unternehmensanteile weltweit wertlos wurden. Bei Einzelaktien ist das aber durchaus möglich.

Zudem ist es bei einer breiten Diversifikation so, dass alle Marktteilnehmer langfristig profitieren. Die Spekulation auf Gewinn und Verlust wie bei Einzelaktien sparst du dir.

Anders als Bankguthaben oder Versicherungen sind ETFs Sondervermögen. Indexfonds sind also geschützt, wenn dein Broker oder der ETF-Anbieter insolvent wird.

Wenn du allerdings noch einen hohen Schuldenberg zu tilgen hast, dann ist von einem hohen Aktienanteil abzuraten. Die Rückzahlung deines Kredits für beispielsweise die Anlageimmobilie sollte unter 10 %-15% deines Monatseinkommens sein.

Auch das Humankapital, also der Betrag, den du bis zum Rentenalter verdienen könntest, ist ausschlaggebend. Er ist dein Sicherheitsanker.

Natürlich solltest du über einen ausreichend gefüllten Notgroschen verfügen, mit dem du unvorhergesehene Kosten bezahlen kann.

Und zu guter Letzt: Die Erfahrung macht es aus. Wenn du schon einen Kursrückgang über 50 % erlebt hast, dann ist das jedenfalls eine Feuerprobe.

Vielleicht hilft das auch dir: Verlustängste versuche ich mit dem Gedanken zu vertreiben: „Was ist das Schlimmste, was passieren könnte?“. Meistens ist die Realität dann nicht so beängstigend wie gedacht.

Natürlich ist nicht jedem eine hohe Aktienquote empfehlen. Das sollte jede auf Basis ihres eigenen Risikoeinschätzung, des Humankapitals und der Erfahrung mit Aktien festlegen. Extra-ETF bietet einen sehr guten Rechner, der deine Risikokapazität einschätzt. Ein guter erster Hinweis, was für dich richtig sein könnte.

Welches finanzielle Ziel kann man mit ETFs erreichen?

Es klappt also nicht, mit ETFs schnell steinreich zu werden. Das ist bestimmt für viele ernüchternd. Welches finanzielle Ziel kannst du sonst erreichen?

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Ohne Mathe zu studieren, ein riesiges Startkapital zu haben oder täglich die Börse zu verfolgen.

Für die meisten ist es eine vernünftige Altersvorsorge. ETFs sind die beste Wahl, die Rentenlücke zu schließen. Denn über lange Zeit ist der Kaufkraftverlust stark. Du brauchst eine renditestarke Anlage, um diesen auszugleichen.

Das nächste Ziel könnte sein, schrittweise die Arbeitszeit zu reduzieren und mehr Zeit mit deiner Familie oder deiner nebenberuflichen Tätigkeit zu verbringen. Du bist also nicht mehr abhängig von deinem Arbeitgeber.

Das erlaubt dir, auch mal gegen den Strom zu schwimmen und deine eigene Meinung zu vertreten. Manche nennen das Fuck You Money. Vielleicht ist das nicht Reichtum. Doch ein Stück Freiheit.

Wie hast du dein Geld angelegt? Welches Ziel verfolgst du damit? Auf deinen Kommentar freue ich mich.

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