Die richtige Geldanlage in 2020 für dein Kind

Was wirklich hilft, die richtige Geldanlage für dein Kind zu finden

Einer der häufigsten Fragen, die sich sowohl Eltern als auch nahe Verwandte zum Thema Geld stellen, ist: Welche Geldanlage ist für mein Kind am besten geeignet? Viele Beteiligte wollen dazu ihre Ideen mit einbringen. Die Meinungen sind oft sehr unterschiedlich.

Was noch vor zehn Jahren die wohl klügste Entscheidung in Sachen Geldanlage war, ist es nicht mehr heute. Vielleicht ist auch bei euch die ältere Generation noch stark beeinflusst von dem Finanzwissen, das vor ein oder zwei Jahrzehnten aktuell war. Diese vermeintlich noch gültigen Tipps geben sie weiter an die nächste Generation.

Doch ist das wirklich die beste Vorgehensweise?

Die Finanzwelt ändert sich einfach zu schnell. Was damals sicher richtig war, ist es heute nicht mehr unbedingt.

Eines bleibt jedoch gleich: Zu Beginn der Überlegung, wie du für dein Kind vorsorgst, steht immer: Was genau wünschst du dir für dein Kind?

Wünschst du dir für dein Kind einen einfacheren Start in das Studenten- bzw. Arbeitsleben mit einem finanziellen Polster?

Natürlich sind wir Eltern verpflichtet, den Unterhalt während der Ausbildung für unsere Kinder zu tragen. Ist es aber vernünftig, die Weltreise zu finanzieren? Oder soll euer Kind dafür arbeiten und sparen? Davon hängt grundlegend die Menge ab, die du schon jetzt beiseite legen solltest.

Vertraust du darauf, dass dein Kind mit deinem sorgsam ersparten Geld verantwortungsvoll umgeht, sobald es 18 ist?

Dann kannst du ein Depot oder Konto auf den Namen des Kindes eröffnen. Oder befürchtest du, dass es das Geld zum Fenster hinauswirft, sobald es darüber verfügen kann? In dem Fall lieber auf deinen Namen sparen und später dein Geldgeschenk an eine Bedingungen knüpfen. Wie zum Beispiel, dass die Weltreise nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums bezahlt wird.

Da es Auswirkung auf die Steuer hat, ist es gut, schon früh eine Antwort auf die Frage zu haben und zu wissen, ob du das Konto oder Depot auf den Namen deines Kindes eröffnen möchtest. Denn auch Kinder haben Steuerfreibeträge bei der Geldanlage, die du jedes Jahr für Zinsen oder Dividendenerträge nutzen kannst – derzeit je Kind 801 EUR pro Jahr.

Allerdings könnte die Bafög später bei Studienbeginn reduziert werden, wenn dein Kind mehr als 7.500 EUR besitzt.

Kinder können nur kostenlos in der gesetzlichen Kranken­versicherung der Eltern mitversichert sein, wenn ihre Einkünfte 445 Euro pro Monat nicht über­schreiten. Da müssten sie jedoch schon ein Vermögen um die 80.000€ in Aktien besitzen, das in dem Jahr eine hohe Rendite von 7% p.a. erreicht.

Am besten du entscheidest nach Gefühl, nicht nach den Rahmenbedingungen. Denn die könnten sich über die Jahre ändern.


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Willst du eher für dein Kind vorsorgen oder lieber euch als Familie absichern?

Das sind zwei verschiedene Herangehensweisen!

Als Familie sicherst du dich üblicherweise gegen Einkommensausfälle der Verdiener oder gegen finanzielle Zusatzbelastungen ab, bis dein Kind volljährig ist. Das klappt mit Versicherungen.

Welche Versicherungen sind sinnvoll?

Eine Invaliditätsversicherung kann sinnvoll sein, wenn die Familie auf zwei Verdiener angewiesen ist. Eine Risikolebensversicherung* und eine Berufsunfähigkeitsversicherung fallen auch in die Kategorie „Einkommensausfall absichern“.

Eine Privathaftpflicht* für die Familie ist sehr zu empfehlen, um vor finanziellen Zusatzbelastungen geschützt zu werden. Schließlich haften wir mit unserem Privatvermögen für Schäden, die wir oder unsere Kinder verursachen.

Zu beachten ist: Eine Versicherung ist keine Geldanlage

Experten warnen davor, eine Versicherung mit einer Geldanlage zu kombinieren, wie das oft bei Ausbildungsversicherungen gemacht wird. Die Gebühren sind hoch und der Zugriff auf das Geld ist unflexibel.

Wie lange kannst du das Geld anlegen?

Bei den derzeit niedrigen Zinsen und der Geldentwertung (Inflation) bedeutet das Sparen auf Tagesgeld oder Festgeld einen Geldverlust. Für deine Situation könnte das vielleicht trotzdem die bessere Lösung sein. Wenn dein Kind zum Beispiel schon älter ist und du nur noch wenige Jahre Zeit hast. Die Wirtschaft könnte innerhalb von wenigen Jahren immer in eine Krise rutschen. Ärgerlich, wenn du gerade dann die Aktien verkaufen musst.

Ist für dich ein längerer Anlagezeitraum ab ca. 15 Jahren möglich, dann sind Aktien, ETFs oder Fonds einfach die lukrativste und somit klügste Wahl der Geldanlage für Kinder. Ein ETF, zum Beispiel auf den Index MSCI World, ist breit gestreut und im Durchschnitt renditestärker als Einzelaktien. Dabei hat er niedrigere Gebühren als ein Fonds.

Mit einem Investment an der Börse kannst du deinen Kindern oder Enkelkindern gleichzeitig etwas über das kluge Investieren beibringen: Wenn bei Aktien, Fonds oder ETFs die Kurse zeitweise stark fallen, ist das eine großartige Möglichkeit, mit deinen Kindern über ihre Geldanlage zu reden und zu zeigen, wie wichtig es ist, langfristig am Ball zu bleiben und nicht zu verkaufen. Schließlich stehen hinter den Aktien immer noch Unternehmen, die sich über kurz oder lang wieder erholen werden.

Du kannst überlegen, Edelmetalle wie Münzen aus Silber oder Gold als Beimischung zum Depot zu verschenken. Viele sehen dies als Absicherung gegen eine Krise, weil in der Vergangenheit oft der Gold- bzw. Silberpreis gestiegen ist, während Aktienkurse fallen (zuletzt 2008/2009). Auch beim Verschenken von Edelmetallen können Kinder viel lernen. Zum Beispiel, dass Münzen mehr Wert sein können als Papiergeld.

Möchtest du deinem Kind bzw. Enkelkind etwas vererben?

Oder spielt das für dich keine Rolle? Dabei entscheiden sich sogar sehr vermögende Eltern und Großeltern manchmal, den eigenen Kindern nicht zu viel zu hinterlassen. Somit können die Kinder auch die Freude und den Stolz fühlen, etwas aus eigener Kraft geschafft zu haben.

Andere Eltern oder Großeltern sparen ein Leben lang, damit es die künftige Generation einmal besser hat. „Besser haben“ wird dabei gesehen als finanziell sorgenfreies Leben.

Es hängt daher nicht unbedingt mit deinem Vermögen zusammen, wie wichtig dir dieses Thema ist. Vererben ist einfach sehr persönlich und mit starken Gefühlen verbunden.

Für ein finanziell sorgenfreies Leben ist keine frühe Erbschaft notwendig. Wenn dir eine gute finanzielle Bildung wichtig ist, werden deine Kinder auch aus eigener Kraft ein selbstbestimmtes Leben führen können.

All diese Fragen sind jetzt nicht als „Entweder-Oder“- Fragen zu sehen. Es gibt auch kein Richtig oder Falsch. Es kommt auf deine Situation an.

Es ist einfach vernünftig, sich diese Fragen zu Beginn der Geldanlage für dein Kind zu stellen. Darauf baut alles auf.

Hast du für dich Antworten gefunden, mit denen du dich wohl fühlst, dann kannst du mit der Umsetzung deiner Anlagestrategie starten.

Für welche Geldanlage hast du dich entschieden? Warum hast du diesen Weg gewählt?


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