Finanzheldinnen

Finanzheldinnen veröffentlichen neuen Finanzplaner: „Ein ausgezeichnetes Workbook.“

685 Euro pro Monat – damit müssen Frauen im Alter zurechtkommen.
So hoch ist die durchschnittliche Rente für Frauen von der deutschen Rentenversicherung. 685 Euro, das ist nicht viel. Eine Miete in einer deutschen Großstadt lässt sich damit nicht bezahlen.

Die Zahl habe ich gefunden auf der Website der Finanzheldinnen. Die Finanzheldinnen sind eine Initiative verschiedener Mitarbeiterinnen der comdirect mit dem Ziel, Frauen auf dem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit zu begleiten. Vor kurzem haben sie einen Finanzplaner* veröffentlicht, der richtig gut geworden ist. Hier seht ihr meine Rezension.

Wodurch entsteht Altersarmut?

Mit weniger als 1.000 Euro pro Monat zurechtkommen müssen bedeutet Altersarmut. Da tauchen traurige Bilder in meinem Kopf auf von Rentnerinnen, die aus ihrer Wohnung ausziehen müssen, weil sie sich Miete oder Instandhaltung nicht mehr leisten können.

Es ist nun leider so: Care-Arbeit ist zwar Arbeit, nur bezahlt wird sie nicht. Der Staat berücksichtigt zwar die Kinderziehung, doch Rentenpunkte gibt es nur bis zum abgeschlossenen dritten Lebensjahr jedes Kindes. Danach wird erwartet, dass Mütter wieder in Vollzeit arbeiten. Wenn du dein Leben auch später unabhängig gestalten möchtest, musst du schon frühzeitig deine Finanzen richtig planen.

Nur wenige Frauen beschäftigen sich mit dem Thema Altersarmut. Es ist einfach zu abstrakt. Wer weiß schon, was wir später im Alter wirklich brauchen?

Das Erfolgsrezept

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Wie viel Geld wir im Alter brauchen

Eine gute Daumenregel ist: Im Alter brauchen wir ca. 80 % unseres jetzigen Nettoeinkommens. Zwar entfallen einige Ausgabeposten wie die Anreise zur Arbeit oder das Sparen fürs Alter. Doch es kommen wahrscheinlich auch ein paar Ausgaben hinzu für Gesundheit, Freizeit und Hobbys.

Wenn wir jetzt die Basisversorgung der deutschen Rentenversicherung bzw. der Versorgungswerke oder der Rürup Rente für Selbstständige zusammenrechnen mit dem voraussichtlichen Betrag, den wir später erhalten, wird klar: Wir müssen privat für unsere Rente vorsorgen. Wir dürfen nicht mehr länger den Kopf in den Sand stecken. Ansonsten wird es nichts mit dem entspannten und selbstbestimmten Lebensabend mit den Enkeln.

Mit einer Geldanlage in Werten wie Immobilien und vor allem Aktien bist du optimal aufgestellt. Und du kannst dein Wissen vielleicht auch an Freundinnen und Töchter weitergeben. Damit gehört Altersarmut in Deutschland der Vergangenheit an. Und vor allem ist sie nicht mehr weiblich!

Was wir von dem Finanzplaner der Finanzheldinnen lernen

Der neue Finanzplaner der Finanzheldinnen Katharina Bremer und Jessica Schwarzer hilft dir Schritt-für-Schritt dabei, deine Finanzen in den Griff zu bekommen. Er ist als Workbook gestaltet. Du bekommst also Checklisten an die Hand und wirst aufgefordert, aktiv mitzuarbeiten. Denn vom Lesen alleine wirst du wahrscheinlich nicht mit deinem Vorhaben starten. Sogar eine übersichtliche Anleitung zur Depoterstellung und dem Aktienkauf haben die Finanzheldinnen hinzugefügt.

Das Buch ist ein ausgezeichnetes Workbook.

Du kannst es über Amazon* oder deinem örtlichen Buchhandel bestellen. Folgend gehe ich noch auf die Inhalte ein, damit du dir noch ein besseres Bild davon machen kannst.

Richtig an der Börse investieren mit den Finanzheldinnen

Die Finanzheldinnen betonen an mehreren Stellen, wie wichtig eine breite Diversifikation bei der Geldanlage ist. Zwar liegt es Nahe, in Altbekanntes wie den DAX zu investieren. Doch eine alleinige Anlage in die größten deutschen Unternehmen ist vor allem eines: riskant. Wenn ich arbeitssuchend bin, bewerbe ich mich auch nicht nur bei einem Betrieb in der Hoffnung, dass das schon klappen wird. Ein wenig mehr Streuung hebt die Aussicht auf Erfolg.

Besser breit gestreut über alle Regionen und maximal viele Unternehmen investieren.

Ein wichtiger Baustein ist, dass du dein persönliches Risikoprofil kennst. Dabei unterstützt dich der Finanzplaner. Selbst wenn du Bungeejumping liebst in deiner Freizeit, bedeutet das nicht, dass du dich mit einem 100 % Aktienanteil in deiner Geldanlage wohlfühlst. Es ist eben was anderes, wenn dein Wertpapierportfolio rauf und runter hüpft.

Mehr Risiko (also das rauf und runter) bedeutet jedoch auch mehr Rendite. Daher gilt es immer abzuwägen, wie hoch dein Investment in Aktien sein kann. Meine Erfahrung ist, dass du mit mehr Erfahrung auch riskanter Geld anlegst.

Starte daher mit kleinen Beträgen zu Beginn und höre in dich rein, wie sich das anfühlt.

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Träume verwirklichen und die richtige Sparquote finden

Neben der Altersvorsorge bedeutet Geld auch, dass du dir Träume verwirklichen kannst. Träume wie die Weltreise mit Kindern, die Arbeit in Teilzeit oder ein Eigenheim. Auch diese mittelfristigen Sparziele nimmt der Finanzplaner ernst und gibt Tipps, diese umzusetzen. Wichtig dafür ist natürlich ein Haushaltsbuch, mit dem du dir einen Überblick verschaffen kannst über deine derzeitige finanzielle Situation.

Wenn du erst deine Ausgaben kennst, wirst du auch Sparpotenziale entdecken. Macht dir die Tagescreme wirklich so viel Freude wie gedacht? Braucht es das Brötchen vom Bäcker jeden Tag? Auf das Monat hochgerechnet summieren sich diese Beträge. Falls du darauf jetzt verzichten kannst, wirst du wohl später deine Träume verwirklichen können.

Sinnvolle Geldanlage je nach Anlagedauer:

  • Kurzfristige Träume (bis zu 2 Jahre): Tagesgeld- oder Festgeldkonto
  • Mittelfristige Träume (2-10 Jahre): Tagesgeld- oder Festgeldkonto bzw Anleihen (obwohl ich kein großer Fan bin von Anleihen)
  • Langfristige Träume wie die Rente mit 60 (10-30 Jahre): Aktien bzw. ETFs

Vorsorge treffen und das Testament verfassen

Das letzte Kapitel widmet sich der Vorsorge, Patientenverfügung und dem Testament. Ich merke schnell, dass ich hier auch noch einiges nachholen muss. Bis jetzt habe ich mich mit dem Thema noch nicht eingehend auseinandergesetzt. Wahrscheinlich ist es ein gutes Ziel für 2021, hier Klarheit zu schaffen. Jedenfalls werde ich in Blogbeiträgen darüber berichten.

Ein passendes Kontenmodell für die Familie

Das passende Kontenmodell für die Familie wird auch bei den Finanzheldinnen besprochen. Sie empfehlen das 3-Konten-Modell. Neben dem Gemeinschaftskonto und den getrennten Konten ist das 3-Konten-Modell tatsächlich eine pragmatische Lösung mit vielen Vorteilen. Kennst du schon den Entscheidungsbaum in meinen Artikeln? Vielleicht hilft er dir, deine für dich und deine Familie richtige Entscheidung zu treffen.

Tatsächlich ist es grundlegend, ein Kontenmodell zu finden in der Familie, um Streitigkeiten übers Geld zu vermeiden. Geld ist das Streitthema Nummer 1 bei Paaren!

Fazit

Der Finanzplaner der Finanzheldinnen ist ein großartiges Workbook, wenn du am Anfang deiner Finanzplanung stehst. Er klärt nicht so sehr die Frage, warum es so wichtig ist, die Finanzen zu regeln. Gibt dir aber eine sehr gute Anleitung an die Hand, wie du sie regelst. Am besten, du nimmst beim Lesen auch einen Stift in die Hand und füllst die verschiedenen Checklisten und Umfragen aus. Das macht Spaß und aktiviert dich zusätzlich . Aus meiner Sicht haben die Finanzheldinnen Jessica und Katharina ein übersichtliches Werk mit vielen guten Angeboten geschaffen. Eine Kaufempfehlung!

Hast du den Finanzplaner der Finanzheldinnen schon gelesen? Wie ist deine Meinung dazu? Über dein Kommentar freue ich mich sehr.

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