gehaltsverhandlung tipps

Die besten Tipps für deine Gehaltsverhandlung

Viele meiden die Gehaltsverhandlung. Das ist auch verständlich. Denn nicht jedem fällt es leicht, über die eigenen Erfolge und eine faire Bezahlung zu sprechen. Schlimmer noch, die Frage nach mehr Gehalt könnte abgewiesen werden, das wäre unangenehm. Schade. Denn der häufigste Grund, warum Angestellte weniger verdienen ist, weil sie nicht nach mehr fragen.

Was die wenigsten wissen: Eine gute Struktur, wie so ein Gespräch geführt wird, ist ausschlaggebend für den Erfolg. Dann klappt die Verhandlung mit den Vorgesetzten gleich um einiges besser. Eine Garantie ist natürlich nicht möglich, doch mir hat dieser Leitfaden fast immer geholfen.

Die besten Tipps kostenlos per Mail mit dem Extra Hörbuch für Kinder "Der Rabe und das Eichhörnchen":

Tipps für die Gehaltsverhandlung

Während meiner langjährigen Arbeit für einen Konzern habe ich viel Erfahrung sammeln können zum Thema Gehaltsverhandlung und Beförderung. Natürlich weiß ich auch hier bei weitem nicht alles. Manche sind auch schneller befördert worden. Doch hat es sich in den letzten Jahren immer ganz gut gefügt, wenn ich mich an diese Punkte gehalten habe. Sogar während meiner Elternzeit wurde ich so einmal befördert.

Frage um regelmäßiges Feedback für deine Leistung

In vielen Betrieben ist ein jährliches Mitarbeitergespräch über die Leistung üblich. In manchen Unternehmen klappt das nur über Zuruf. Meines Erachtens wäre ein Mitarbeitergespräch zweimal im Jahr sinnvoll. Denn oft sind die Erfolge, die du über das Jahr erreicht hast, am Ende des Jahres vergessen. Falls bei deinem Arbeitgeber nur einmal im Jahr diese Gespräche geführt werden oder überhaupt nicht, dann frage um so einen Termin bei deinem Manager und der Personalabteilung an: auch einmal zwischendurch.

Bitte deinen Vorgesetzten oder deine Vorgesetzte um klare Erwartungen

In diesen regelmäßigen Gesprächen lohnt es sich, die Erwartungen an deine Rolle genau zu erfahren. Notiere dir diese Informationen genau, du wirst sie später bei der Gehaltsverhandlung brauchen.

Zum Thema Feedback: Für jeden ist es schwierig, Feedback für die eigene Leistung von dem Vorgesetzten zu erhalten. In dem Moment versuche es zu hören und dich nicht zu rechtfertigen. Das wirkt auf den anderen so, als würdest du nicht zuhören. Notiere dir das Gesagte und versuche dich an den Spruch zu erinnern: „Feedback is a gift.“ Du kannst entscheiden, das Geschenk anzunehmen und damit zu arbeiten oder eben nicht. Fühlst du dich auf Dauer falsch bewertet und gesehen, hilft wohl nur der Wechsel des Teams.

Notiere dir deine Erfolge

Sobald du einen Erfolg in deiner Arbeit erzielt hast, notiere ihn dir. Oft sind Erfolge auch Erfolge des Teams, doch selbst dann ist dein Beitrag dazu ausschlaggebend gewesen. Am besten du schreibst auf, was genau du in der Situation richtig gemacht hast und welches Resultat du für die Firma erzielt hast. Das mag entweder mehr Umsatz, geringere Kosten oder effizientere Arbeitsabläufe sein. Keine Bescheidenheit! Oft neigen wir dazu, unser Licht unter den Scheffel zu stellen. Das ist hier Fehl am Platze. Du hast etwas Großartiges geschafft!

Falls dir da nichts einfällt: Versuche hilfreich für dein Unternehmen zu sein. Wann hast du dein Unternehmen richtig vorangebracht aus eigenen Antrieb?

Meiner Erfahrung nach hast du nur langfristig Erfolg, wenn du versuchst hilfreich zu sein. Vorgesetzte und Kollegen spüren, wenn du ein Projekt nur zu deinem Vorteil gestartet hast.

Wenn dir ein großer Erfolg geglückt ist, dann suche bald das Gespräch mit deinen Vorgesetzten um mehr Gehalt oder um eine Beförderung. Damit dieser Erfolg auch noch in guter Erinnerung bleibt.

Vorbereitung für die Gehaltsverhandlung

Zur Vorbereitung für die Gehaltsverhandlung sieh dir die Erwartungen, die die Vorgesetzten an dich haben und deine Erfolge nochmal genau an. Konntest du die Erwartungen treffen oder sogar übertreffen? Gratulation, dann bist du reif für eine Beförderung oder eine Gehaltserhöhung!

  1. Überlege dir nun genau, wie viel mehr Gehalt du gerne möchtest. Ein Einkommensvergleich bei glassdoor.de für deine Berufsgruppe kann dir dabei helfen.

  2. Dann kannst du dir Gedanken machen, welche Kosten für dein Unternehmen entstehen, falls sie deiner Gehaltserhöhung nicht zustimmen würden und du wohlüberlegt irgendwann kündigst. Zumeist kostet das dein Unternehmen dein Jahresgehalt, um wieder jemanden anderes zu finden und den einzulernen! Das sollte dir etwas mehr Selbstbewusstsein schenken.

  3. Schreibe dir ein paar Dinge auf, die du neben mehr Gehalt auch gerne hättest, sollte es mit dem mehr an Geld oder der Beförderung nichts werden. Zum Beispiel weniger Arbeitszeit, mehr Home-office, ein Sabbatical. Das ist deine Verhandlungsmasse.

Die Gesprächsführung bei der Gehaltsverhandlung

Bei der Gehaltsverhandlung oder der Beförderung hat sich folgender Gesprächsleitfaden bewährt:

  1. Bedanke dich für die Möglichkeit dein Anliegen vorzubringen. Zähle auf, was dich an deiner Arbeit motiviert und warum du so gerne hier arbeitest.

  2. Zähle die Erwartungen an deine Jobrolle auf, die du ja schon von deinem Vorgesetzten gehört hast beim Feedbackgespräch, und bespreche deine Erfolge mit den guten Ergebnissen für die Firma.

  3. Erkläre jetzt locker und ohne Druck, dass du die Erwartungen erfüllt hast und noch darüber hinaus viel geleistet hat. Du bist der Meinung, dass dein derzeitiges Gehalt oder deine derzeitige Position nicht mehr das widerspiegelt, was du für die Firma geleistet hast und auch in Zukunft noch leisten wirst.

  4. Frage um x % mehr Gehalt beziehungsweise die höhere Position. Verlange ruhig etwas mehr als du gedacht hast, aber auch nichts Unrealistisches, beispielsweise um 10 % mehr Gehalt. Warte dann ab was deine Vorgesetzten sagen. Das kann manchmal etwas dauern, hier lohnt es sich, nach deiner Frage Mut zur Pause zu haben. Du brauchst dich ja nicht zu rechtfertigen für dein Anliegen. Du wartest am besten ab und hörst, was der andere zu sagen hat. Manchmal braucht das Gegenüber etwas Zeit, um das Thema mit anderen abzusprechen. Dann ist es durchaus verständlich, wenn du die Antwort erst in einigen Tagen erfährst. Am besten ihr vereinbart dann einen konkreten Termin, bis wann du mit der Antwort rechnen kannst.

  5. Falls dein Anliegen abgelehnt wird, könntest du noch andere Punkte anführen, die vielleicht einfacher durchzusetzen sind: wie beispielsweise weniger Arbeitsstunden oder ein Sabbatical. Sollte nichts oder für dich nicht genug möglich sein bei deinem Arbeitgeber, ist ein wohlüberlegter Wechsel des Arbeitgebers das richtige für dich. Das musst du ja nicht gleich deinem Vorgesetzten persönlich sagen. Das führt sehr selten zum Erfolg. Doch für dich selbst kannst du ja entscheiden, auf Jobsuche zu gehen und beizeiten die Arbeitsstelle zu wechseln, wenn sich etwas findet.

Fazit:

Mit einer guten Vorbereitung und einem bewährten Gesprächsleitfaden wird deine nächste Gehaltsverhandlung erfolgreich sein. Eine Garantie dafür gibt es jedenfalls nicht. Vielleicht musst du dir auch über kurz oder lang überlegen, ob du nicht das Team oder den Arbeitgeber wechseln willst, wenn nichts klappt. Doch das Wichtigste ist: Trau dich! Probiere es aus! Mit mehr Erfahrung wird dir das Thema immer vertrauter und du wirst besser und besser. Wer nicht wagt, gewinnt nicht.


Was sind deine Tipps bei der Gehaltsverhandlung?

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.