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Bester ETF: Wie du den besten ETF findest

Das Wichtigste in Kürze
  • Jeder ETF versucht einen Index möglichst genau zu treffen und nicht besser zu sein. Daher ist es praktisch nicht möglich zu sagen, welcher ETF der Beste ist.

  • Die Strategie, die ein Investor verfolgt, kann mal gut und mal weniger gut sein. Es gibt eine große Auswahl an ETFs für jede Strategie.

  • Meine Strategie ist nur eine von vielen, aber ich denke, nicht die Schlechteste. Für mich sind die ETFs von den Anbietern SPDR (ISIN IE00B44Z5B48) und Xtrackers (ISIN: IE00BGHQ0G80) bzw. Vanguard FTSE All-World (ISIN: IE00BK5BQT80) am besten passend. Alle legen die Dividenden automatisch wieder an.
  • Wie du vorgehst
  • Lege zuerst deine Strategie fest.

  • Finde anhand der wichtigsten Kritieren einen für dich passenden ETF.

  • Checke, ob dein Wunsch-ETF auch sparplanfähig ist, also ob du bei deinem Broker jeden Monat eine Kauforder kostenlos bekommst. Und das nicht nur während des Aktionszeitraums.
  • Welcher von den Tausenden allein in Deutschland angebotenen ETFs ist der Beste? Die Frage ist nicht einfach zu beantworten.

    Die Aufgabe eines ETFs ist es, einen bestimmten Index abzubilden. Also beispielsweise den DAX. Ein ETF wird den Index zwar mal etwas besser, mal etwas schlechter treffen. Doch der Unterschied ist nicht groß. ETFs wollen nicht besser sein als ihr Index. Dafür sind die ETF-Gebühren so günstig.

    Ganz anders als aktiv gemanagte Fonds. Deren Fondsmanager denken, sie könnten eine Überrendite erwirtschaften. Nach Kosten und Steuern liegen sie jedoch zwischen 1 und 4 Prozentpunkte unter der Jahresrendite eines ETF auf den Vergleichsindex.

    Deine Strategie für den besten ETF

    Am Anfang deiner Suche steht also nicht die Frage: Welcher ETF ist der Beste? Sondern:

    Welche ETF-Strategie ist für mich am Besten?

    Nachfolgend versuche ich dir dafür eine Antwort zu geben. Einfach, indem ich dir erkläre, wie ich vorgehe. Von den ETF-Anbietern erhalte ich keine Provision.

    Vielleicht siehst du meine Herangehensweise als Denkanstoß. Bitte beachte, dass jede Anlageentscheidung an der Börse mit einem hohen Risiko einhergeht. Es ist daher sinnvoll, die Produktinformationsblätter (Factsheet bzw. KIID) der ETFs sorgfältig durchzulesen, bevor du einen ETF kaufst.


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    Der beste nachhaltige ETF

    Wenn du eine nachhaltige Geldanlage suchst, dann sollte dein ETF ein Kürzel anführen wie SRI (Social Responsible Investment) oder ESG (Environmental, Social and Governance). Diese ETFs kaufen Anteile ausschließlich von Unternehmen, die deren festgelegte Kriterien entsprechen.

    Es gibt auch nachhaltige ETFs, die bestimmte Geschäftsfelder wie Waffenherstellung und Tabak ausfiltern. Das sind die ETFs, bei denen „screened“ noch mit dabei steht. Diese sind etwas diverser aufgestellt als die ESG oder SRI ETFs und damit aus meiner Sicht weniger riskant.

    Es gibt bis es noch keine Studien am Markt, die eindeutig klären, dass ein nachhaltiges Investment mehr Rendite erwirtschaftet als ein herkömmliches Investment.

    Wenn dir Nachhaltigkeit wichtig ist, empfehle ich dir, das Informationsblatt (KIID und Factsheet) bei jedem ETF durchzulesen. Hier wird klar angeführt, was der jeweilige ETF unter Nachhaltigkeit versteht. Das ist oft nicht so einfach nachzuvollziehen. Wenn du deine Werte in deiner Geldanlage abbilden willst, braucht das vor allem Zeit.

    Ich persönlich investiere mein Geld noch nicht nachhaltig. Ich bin noch nicht überzeugt von dem Angebot. Es gibt jedoch noch viele andere Standpunkte zu dem Thema.

    Bester ETF nach den wichtigsten Kriterien

    Es gibt ein paar Kriterien für einen ETF, die wichtig sind. Ist der ETF beispielsweise physisch replizierend (kauft die Aktien tatsächlich) oder synthetisch replizierend (versucht den Index über ein Tauschgeschäft nachzubilden). Ich bevorzuge einen physisch replizierenden ETF. Nur bis zu maximal 25 % würde ich einen synthetisch replizierenden ETF kaufen. Das Kontrahentenrisiko bei einem synthetisch replizierenden ETF ist zwar gering, doch mir persönlich zu hoch, um all mein Erspartes darin zu investieren.

    Wie hoch sind die Kosten, also die TER (Total Expense Ratio)? Bei ETFs genießen wir als Investoren einen gesunden Wettbewerb. Das senkt die Kosten. Du wirst also ohnehin keinen richtig teuren kaufen.

    Viel wichtiger ist es, dass dein Investment breit diversifiziert ist. Da bevorzuge ich einen ETF auf einen Index wie den MSCI World All Country. Damit hast du die meisten Unternehmen aus allen Regionen der Welt im Depot.

    Persönlich wäre es mir noch wichtig, dass das Fondsvolumen über 100 Millionen Euro beträgt. Dann kann ich mir eher sicher sein, dass der ETF-Anbieter sein Produkt nicht schließt, weil es zu wenig erfolgreich ist.

    In dem Artikel zeige ich dir, wie ich in 5 Schritten den richtigen ETF auswähle. Hier gehe ich genauer auf die Kriterien ein. Und zeige dir auch, auf welche ich nicht achte. Die Performance in der Vergangenheit zum Beispiel. Oder die Währung.


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    Thesaurierend oder ausschüttend, was motiviert mehr?

    Meiner Meinung nach ist es eine unterschätzte Frage, ob der ETF thesaurierend oder ausschüttend sein soll.

    Was bedeutet thesaurierend oder ausschüttend?

    Jeder ETF, der in Aktien investiert und somit Teile eines Unternehmens besitzt, erwirtschaftet Dividenden. Der Unterschied zwischen einem ausschüttenden und einem thesaurierenden ETF ist, dass der ausschüttende ETF die Dividenden auszahlt auf dein Verrechnungskonto, während der thesaurierende ETF die Dividenden automatisch reinvestiert. Unterm Strich bleibt dir das gleiche Gesamtvermögen.

    Dann ist es ja egal, wirst du dir sagen. Fast.

    Der ausschüttende ETF kann dich motivieren, wenn du regelmäßig etwas Geld aufs Konto erhältst. Das fühlt sich an wie ein passives Einkommen. Viele ETF-Investoren bleiben dann eher am Ball, wenn der goldene Segen am Konto landet.

    Der thesaurierende ETF kann dich disziplinieren. Denn am Ende sollte das Geld, das du erhältst, wieder investiert werden. Für deine Altersvorsorge, beispielsweise. Wenn das Geld nur herumliegt am Konto könntest du noch versucht sein, ein schickes Kleid dafür zu kaufen.

    Hör auf dein Herz. Oder deinen Bauch. Je nachdem, wo du deine Intuition und Selbstkenntnis verortest. Spornt es dich an, mehr zu investieren, wenn du regelmäßig dafür belohnt wirst wie bei einem ausschüttenden ETF? Oder denkst du, dass du mehr erwirtschaften kannst, wenn die Dividenden automatisch reinvestiert werden wie beim thesaurierenden ETF? Diese Entscheidung kann ich dir nicht abnehmen. Doch wenn du sie für dich selbst getroffen hast, bleibst du länger am Ball. Und das ist schließlich das A und O beim Vermögensaufbau.

    Ich bin für thesaurierende ETFs.

    Die ETFs, die meinen Kriterien entsprechen

    Die besten ETFs, die meiner Strategie entsprechen sind von den Anbietern SPDR (ISIN IE00B44Z5B48) und Xtrackers (ISIN: IE00BGHQ0G80) bzw. Vanguard FTSE All-World (ISIN: IE00BK5BQT80). Alle legen die Dividenden automatisch wieder an (thesaurierend) und sind vergleichsweise günstig.

    Bitte ließ dir das Factsheet bzw. KIID aufmerksam durch, bevor du einen ETF tatsächlich kaufst.

    Das richtige Depot für den besten ETF

    Es kommt natürlich auch darauf an, ob du schon ein Depot eröffnet hast. Das schränkt die ETF-Auswahl ein.

    Wenn du noch kein Depot eröffnet hast, ist es sinnvoll, nach einem Onlinebroker mit einem kostenlosen Sparplan für deinen Wunsch-ETF zu suchen. Und war nicht nur über einen kurzen Aktionszeitraum. Denn wenn du Ordergebühren beim Kauf jeden Monat sparen kannst, ist das ein gutes Argument für einen bestimmten ETF.

    Da sich das Angebot der Onlinebroker häufig ändert, kann ich keinen allgemein gültigen Tipp geben. Es ist bestimmt eine kluge Idee, auf justetf.com oder extra-funds.com zu recherchieren, welcher Broker zu deinem ETF passt.

    Fazit:

    Den besten ETF gibt es nicht, nur eine richtig gute ETF-Strategie, die zu dir passt. Wenn du wirklich informiert entscheiden willst, dann musst du deine Strategie finden. Nun weißt du, auf welche Kriterien ich wert lege. Vielleicht ist dir ein ausschüttender ETF lieber als ein thesaurierender. Oder dein Depot bietet einen langfristig kostengünstigen Sparplan an für einen anderen ETF, der auch zu deiner Strategie passt. Wenn du informiert bist und weißt, was du kaufst, bleibst du auch länger dabei.

    Die Entscheidung, welcher ETF der Beste, von den vielen ist, kann dir zwar keiner abnehmen. Doch hoffentlich konnte ich dir einen Denkanstoß geben.

    Welchen ETF hast du gewählt? Auf dein Kommentar freue ich mich schon!

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