Ein Sparschwein

7 Tipps, wie deine Kinder sparen lernen

Es gibt ja wohl nichts Langweiligeres für Kinder als Sparen. Sparen bedeutet Verzicht, Aufschub und Warten. Viel schlimmer geht es nicht mehr. Vielleicht ist nur noch Spazieren gehen ähnlich „beliebt“ bei meinen Kindern.

Wie also bringen wir das Thema unseren Kleinen näher? Schließlich ist das Sparen der erste Schritt dazu, dass wir überhaupt persönliche Finanzen aufbauen und investieren können. Die Basis also, um unsere Träume zu erfüllen, um unabhängig zu werden, um anderen zu helfen oder auch mal um kalkulierte Risiken eingehen zu können.


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Auch eure Kleinen werden noch richtige Sparer werden, wenn ihr diese Tipps beachtet.

Eigentlich ist das kinderleicht. Das Wichtigste ist, dass wir alles gemeinsam mit unseren Kindern machen. Nur wenn wir ihnen unsere volle Aufmerksamkeit schenken, werden die Kleinen mit Feuer und Flamme dabei sein. Nur durch Nachahmung lernen sie effektiv und auf natürlichem Wege.

  1. Spardosen selbst basteln. Vielleicht verwendet ihr dafür etwas aus Glas, dann sieht man den Fortschritt besser. Vor allem bei den ganz Kleinen bedeutet ja: Mehr Münzen, mehr Geld. Dass Größe und Menge der Münzen nicht unbedingt über den Wert aussagen, lernen sie erst im Schulalter. Der Phantasie sind beim Basteln der Spardosen keine Grenzen gesetzt. Vielleicht eine Laterne, oder ein Einmachglas, ein Schuhkarton mit Gucklöchern? Auch eine Möglichkeit: man wirft die Münzen in eine Küchenpapierrolle, die auf einer Seite verschlossen ist.

  2. Am besten drei verschiedene Spardosen basteln. Eine Spardose für Spontankäufe, eine Spardose für großes Spielzeug, auf das gespart werden soll, und eine Spardose für Spenden. Ihr müsst nicht jedes Geldgeschenk gleich aufteilen auf die drei Spardosen. Eine Möglichkeit ist, jede fünfte Münze zu spenden und den Großteil der Münzen in eine Spardose für große Spielzeuge werfen. Einen kleinen Teil in die Spardose für Spontankäufe. Den Inhalt der Spardose für Spontankäufe regelmäßig lehren, zum Beispiel vor jedem Wocheneinkauf.

  3. Den Gesamtwert des gesparten Gelds nach jedem Einwurf neu an der Spardose markieren. Das gilt besonders für die Spardose für großes Spielzeug. Dafür skizziert ihr zuerst das Ziel. Daneben zeichnet ihr, wie viel Geldmünzen dafür benötigt werden. Das können einfach Kreise sein. Nach jedem Geldeinwurf macht ihr es euch zum Ritual, die Geldmünzen auszumalen. Wenn alle Geldmünzen ausgemalt sind, dann habt ihr das Ziel erreicht! Alternativ könnt ihr das bei der Küchenpapierrolle machen: Ganz oben steht der Wunsch, den die Kleinen sich erfüllen wollen. Wenn die Küchenpapierrolle voller Münzen ist, könnt ihr das Wunschspielzeug kaufen oder die Spende tätigen.

  4. Zweck der Spende gemeinsam bestimmen. Ist eure Spardose für Spenden voll? Ja herzliche Gratulation! Jetzt könnt ihr mit euren Kindern besprechen, an wen ihr den Betrag spenden wollt. An die Hilfsorganisation in eurem Ort? Oder beim nächsten Besuch in einem artgerechten Tiergehege. Ein Beispiel ist der Gnadenhof für Zirkusbären in Bad Füssing. Besucht solche Einrichtungen mit euren Kindern und nehmt die Spendendose mit. Das macht richtig gute Gefühle. Besonders bei kleinen Kindern ist es zu empfehlen, dass sie die Empfänger der Spende unmittelbar sehen. Ein überregionales NGO kann zwar auch eine gute Sache sein, doch der Effekt ist schwieriger zu verstehen.

  5. Das Kind Spontankäufe selbst bezahlen lassen. Wenn ihr schon ein paar Münzen in der Spardose für Spontankäufe habt, dann nehmt die doch mit beim nächsten Wocheneinkauf. Überlegt zuvor gemeinsam, was ihr davon kaufen wollt. Lasst euer Kind entscheiden, was es mit dem Geld machen möchte. Nehmt nur in Ausnahmefällen Einfluss auf den Kauf, nur wenn es vollkommen eurem Erziehungsstil widersprechen würde oder die Altersbeschränkung das nicht zulässt. Lasst euer Kind selbst an der Kasse bezahlen! Das ist sehr lehrreich. So kann es sehen, dass die Münzen, einmal ausgegeben, für immer weg sind. Oder will euer Nachwuchs dann die Münzen doch lieber sparen in die Spardose für Großanschaffungen?

  6. Auf Spontankäufe verzichten für die Großanschaffung. Die Erfahrung, dass das gesparte Geld so schnell wieder weg ist, kann prägen. Will dein Kind beim Nächsten Mal vielleicht die Münzen doch lieber sparen in die Spardose für große Anschaffungen? Oder Spenden? Am besten, wir stellen es vor die Wahl. Aber bitte kein schlechtes Gewissen einreden, wenn eure Kleine oder euer Kleiner sich für das Spielzeug oder die Süßigkeit heute entscheidet. Denn eines ist beim Sparen besonders wichtig:

  7. Feiern, wenn man ein Sparziel erreicht hat. Juhu, das Sparen zahlt sich aus. Endlich habt ihr es gemeinsam geschafft, etwas auf die Seite zu legen. Und euer Kind hat das gute Gefühl, sich auch mal was gönnen zu können. Vielleicht spreche ich da nur aus eigener Erfahrung, aber oft vergesse ich bei all dem Tun und Machen das Ziel. Kaum habe ich es erreicht, frage ich mich: und jetzt? Lasst euch nicht in dem Hamsterrad einfangen und überlegt, ob ihr diese Einstellung wirklich euren Kindern weitergeben wollt. Ich versuche, immer wieder mal Halt zu machen, mich und andere zu loben, und zu feiern. Dabei schaue ich mir etwas von meinen Kindern ab. Sie leben im Jetzt und können mir das beibringen.

Worauf haben denn deine Kinder schon einmal gespart? Und waren sie da richtig diszipliniert?


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